Trotz Schwierigkeiten auf gutem Kurs

Zum Beginn meiner Amtszeit als Frau Landammann haben Eva Berger und Christof Ramser von der Solothurner Zeitung mir einige Fragen gestellt. Die Überschrift "Ich möchte ein positives Bild ausstrahlen" bezieht sich nicht etwa auf mein "Image", sondern auf das unseres Kantons. Wir sind trotz all der Schwierigkeiten, die ein strukturschwacher Kanton hat, auf einem guten Kurs.
Das ausführliche Interview in der "Solothurner Zeitung" vom 3. Januar 2026 behandelt einige Themen, die uns im Kanton beschäftigen. Zum Beispiel das rauher gewordene politische Klima:
"Im Gespräch mit der Bevölkerung nehme ich wahr, dass die Situation nicht nur als schwierig angesehen wird. Was aber in sozialen Medien gepostet wird, macht mir Sorgen. Es wird ein Negativismus verbreitet, Ängste werden geweckt und Unwahrheiten verbreitet."
Auf die Frage, ob das im Kanton Solothurn besonders ausgeprägt sei:
"Das weiss ich nicht, aber Regierungsmitgliedern aus anderen Kantonen ist es aufgefallen und sie haben mich darauf angesprochen. Deshalb ist es so wichtig, dass die Medien eine Kontrollfunktion ausüben und alle Seiten zu Wort kommen lassen. Damit die Leserinnen und Leser ein umfassendes Bild erhalten."

Über die Stimmung in der neu zusammengesetzten Regierung:
"Wir hatten im Regierungsrat in den letzten Jahren immer ein sehr gutes Verhältnis und eine gute Diskussionskultur. Die Stimmung ist auch jetzt gut, wobei vor allem wir amtsälteren auch sehr kontrovers diskutieren. Eine externe Fachperson, die kürzlich eine Strategiediskussion begleitete, war fast etwas beunruhigt. Aber wir finden auch nach hitzigen Diskussionen gemeinsam Lösungen, das geht auch mit den Neuen sehr gut."

Über die Bekämpfung der Kriminalität im Kanton:
"Ich versuche seit Jahren aufzuzeigen, dass wir für die Gewährleistung der objektiven und subjektiven Sicherheit mehr Personal benötigen. Die Kriminalität steht im umgekehrten Verhältnis zum Korpsbestand. Wir brauchen in den kommenden drei Jahren zehn Prozent mehr Polizistinnen und Polizisten."

Das ganze Interview der "Solothurner Zeitung" online lesen (für Abonnenten der Zeitung zugänglich)