Reden

Wir verfügen heute über Technologien, die die Umwelt schonen. Es ist wirklich an der Zeit für eine mutigere Umweltpolitik. Mutig wie damals in den 40er-Jahren, als der Kanton Solothurn beim Natur- und Heimatschutz eine Vorreiterrolle gespielt hatte.

Rede zum 1. August 2019 in Winznau

Mich reisst die Leidenschaft hinter einem Musikstück mit, egal welches Genre. Dass die Blas- und Brassmusik aber besonders geeignet ist, um ihre Zuhörerinnen und Zuhörer mitzureissen, muss ich Ihnen ja nicht erzählen.

Begrüssung am SOBV-Musikfestival in Olten vom 28.06.2019

Es ist gut, dass es Organisationen wie Pro Senectute gibt und noch wichtiger ist, dass umsichtige Stiftungsratsmitglieder offen für Neues sind und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ideen entwickeln und umsetzen. Dies ist bei der Jubilarin der Fall, da sie sich ja selbstverständlich selber fit und agil hält, trotz des hohen Alters.

Begrüssungsansprache zum 100-Jahr-Jubiläum der Pro Senectute Kanton Solothurn vom 18. Juni 2019

Es gibt viele Aussprüche, die sich auf die Jugend beziehen: Der Jugend gehört die Welt!, rufen die Einen. Die Jugend, sie ist kopflos, monieren die Anderen. Doch jeder und jede kann sich auf einen Umstand einigen: Die Jugend ist unsere Zukunft.

Es berührt mich, zu sehen, wie in dieser Stadt, in unserem Kanton Mitgefühl und Solidarität jenseits von politischen Einstellungen oder persönlichen Befindlichkeiten an erster Stelle stehen. Das schreckliche Unglück, das Mitmenschen im Schlaf überrascht und hilflos in den Tod gerissen hat, macht uns alle betroffen

Kunst hat – wie mein Amt als Vorsteherin des Departements des Innern – viel mit Menschen zu tun. Ich würde mich zwar selber nicht gerade als Künstlerin bezeichnen, aber sowohl Politik als auch Kunst stehen im besten Fall immer in einer unmittelbaren Nähe zum Menschen. Es sind die Wünsche, Hoffnungen, Ängste, aber auch das tagtäglich Erlebte, welche beide inspirieren und motivieren.

Jemand muss anpacken und das berufliche Umfeld für eine Inklusion von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen schaffen. Dieses Engagement kann nicht vorgeschrieben werden, und doch sind wir als Gesellschaft von diesem Einsatz abhängig. Denn wenn sich Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen in der Arbeitswelt einbringen können, dann profitieren wir alle davon.

Die Geschichte des technischen Fortschritts ist auch immer eine Geschichte der Befreiung. Befreiung von Zwängen, die dem Menschen von der Natur oder der Gesellschaft auferlegt wurden. Die Entdeckung von Antibiotika hat viele Menschen vor einem vermeidbaren Tod bewahrt. Durch die ersten rudimentären Rechencomputer konnte der Mensch die Grenzen der Erde überwinden und den Mond besuchen. Neue Technologien durchbrechen die Grenzen des bis anhin für möglich gehaltenen und schaffen so neue Horizonte.

Eingliederung - oder Integration - suggeriert, dass es eine Gesellschaft in einem festen IST-Zustand gibt, in welche Menschen, die noch nicht zu dieser Gesellschaft gehören, aufgenommen werden sollen. Doch wie integrationsfähig jemand ist, hängt doch davon ab, welche Möglichkeit ihm oder ihr gegeben sind. Menschen, die an die gesellschaftlichen Ränder gedrängt werden, sind keine Randerscheinung, sondern ebenso Teil dieser Gesellschaft wie wir alle.

Wir setzten grosses Vertrauen in unsere Mitmenschen und gewähren möglichst viele Freiheiten. Wir betonen – wann immer möglich -  das Miteinander, sei dies mit unseren Nachbaren, politischen Konkurrentinnen oder der Polizei.

Politik aus dem Bauch heraus bedeutete bei Willi Ritschard Poltik aus Empathie und Solidarität. Am Balmbergfest 2018 feierten alle Anwesenden den 100. Geburtstag des vorerst letzten Solothurner Bundesrats.

Die Digitalisierung kann bedrohlich wirken. Die Welt ändert sich immer schneller, als das sich die Menschen anpassen können. Aber die Frage kann nicht doch nicht sein, wie viel Digitalisierung das Alter verträgt. Vielmehr müssen wir uns alle Fragen, wie wir die Digitalisierung für alle gewinnbringend umsetzen können.

Elternbildung ist heute leider noch keine Selbstverständlichkeit. Längerfristig müssen wir da andere, nachhaltigere Lösungen finden. Wir müssen den Zugang zu Eltern aus bildungsfernen Milieus mit und ohne Migrationshintergrund längerfristig gewährleisten können. Die Elternbildung als Kindsschutzmassnahme kann viel dazu beitragen, Eltern für eine gewaltfreie Erziehung zu sensibilisieren und zu stärken.

Manchmal soll ein Lied einfach ein Lied sein: Gemeinsam singen macht Freude, verbindet und tut gut. Ich hoffe, dass dies immer wieder neue Generationen erleben und erfahren.Doch wer spitzfindig ist, könnte auch in der Liederauswahl politische Tendenzen ausmachen.

Stellen wir uns vor, die Befürworter des Frauenstimmrechts hätten sich damals mit einem Kompromiss zufriedengegeben, vielleicht mit dem passiven Wahlrecht für die Frauen? Dann dürften wir also heute wählen und abstimmen gehen, aber nicht selber kandidieren. Es gibt durchaus Situationen, wo der Kompromiss nicht die Lösung ist.

Vieles hat sich in den letzten Jahrzehnten im Pflegebereich geändert, sei es im Spital, im Pflegheim, in der Spitex und andern Institutionen. Aber die menschlichen Erfahrungen sind auch heute noch die gleichen.

Integration ist eine Aufgabe, die sich entwickeln muss. Das Definieren von Abläufen, wie man zum Ziel kommt, alleine genügt nicht. Es braucht ein Verständnis dafür, in der Bevölkerung, in der Verwaltung und auch in der Politik.

2016 hat der Neubau feierlich in Anwesenheit von allen Honoratioren eingeweiht werden können. Ich war damals noch als Präsidentin des kantonalen Fachausschusses Behinderung anwesend und war beeindruckt vom Neubau, von der breiten Unterstützung vom Blumenhaus, aber auch von der perfekten Alpensicht von der Bistro-Terrasse aus.

Ich hatte bereits vor meinem Amtsantritt ein positives Bild von der Polizeiarbeit im Kanton Solothurn, dieses Bild hat sich nun nicht nur bestätigt, sondern sogar verstärkt. Ich bin wirklich beeindruckt von der Arbeit unserer Korpsangehörigen.

Im Sport lernt man die Grundlagen, die man nicht nur im Alltag braucht, sondern auch im beruflichen Umfeld. Als Regierungsrätin kann ich Ihnen versichern: Ohne Ausdauer, Beweglichkeit, ohne gegenseitige Rücksichtnahme und einen guten Umgang mit Siegen und Niederlagen wäre dieses politische Amt eine Qual.

Mein Departement ist vielfältig und dauernd in Bewegung. Die Bereiche Gesundheit, Soziales, Migration, Polizei und Justizvollzug gehören dazu. Zusammen mit den fast 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter widme ich mich all den vielfältigen und spannenden Aufgaben gerne.

Nein, die Stimme erheben, macht noch keine mutigen Mahner. Was es braucht, sind Menschen mit Herz und Verstand. Ihre lautstarken und bestimmten Stimmen sind das wirksame Gegengewicht zu zynischem, gleichgültigem Schweigen und zu all den Hass- und Wutreden, die immer lauter werden.

Ich bin zwar erst 100 Tage im Amt, aber von Beginn weg war ich mit dem Thema Bundesausreisezentrum konfrontiert und musste mich politisch und medial damit auseinandersetzen. Mir wurde sofort klar, dass das Asylwesen immer wieder und unentwegt Aufklärungsarbeit und Informationen aus all meinen Ämtern nötig macht.

Es gibt eine Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen, die Befürchtungen von manchem Arbeitgeber sind sehr gross - auch wenn die Arbeitsfähigkeit und beruflichen Qualifikation ausgewiesen ist. Das wichtige Engagement von den heute nominierten Firmen schätze ich daher umso mehr.

Vor 10 Jahren wurden die Aktionstage Psychische Gesundheit ins Leben gerufen, um der Tabuisierung und Stigmatisierung von psychischen Erkrankungen und der Ausgrenzung entgegenzuwirken - und sind auch nach 10 Jahren nötiger denn je!

Wäre es nicht endlich an der Zeit, über ein Manifest der Männer zu diskutieren, mit dem unsere Genossen für sich selber fair bezahlte Teilzeitstellen mit Karrierechancen verlangen, sich dafür einsetzen, dass Männer sich vermehrt in Care-Tätigkeiten engagieren, Männer sich Gedanken machen, wie sie Kinderbetreuung und Arbeit unter einen Hut bringen?

Betreuungsarbeit von Demenzkranken wird aufgrund der demografischen Entwicklung in Zukunft eine grosse Herausforderung sein. Die Ressourcen, die benötigt werden, sind enorm. Je niederschwelliger die Unterstützung ist - und je länger es geht, bis man aus dem persönlichen Umfeld herausgerissen wird - umso länger funktioniert es noch einigermassen.

Das Stadttheater ist herausragend durch seine Vielfalt, seine Grösse und auch durch das Engagement von Herbert Schibler. Ich frage mich manchmal, ob die Stadt diese Leistung auch wirklich zur Kenntnis nimmt und gebührend wertschätzt. Sicher ist, dass wir, die wir hier sind, das tun!

Essen, Familie, Arbeit, Musik, Sport: Das sind die Essentials, die wichtigsten Elemente, für eine funktionierende Gesellschaft, die Grundlagen für eine Gemeinschaft, in der man sich begegnet und austauscht, in welcher man Verantwortung füreinander übernimmt und wo man sich wohl fühlt. Die nominierten Preisträgerinnen und Preisträger bewegen sich alle im Bereich dieser Essentials und nehmen soziale Verantwortung wahr.

Polizistinnen und Polizisten geben immer ihr Bestes, aber können es in Konfliktsituationen bekanntermassen nicht allen recht machen. Die heutige Veranstaltung soll darum auch Gelegenheit sein, das Verständnis und Vertrauen zu wecken für die Polizeiarbeit.

So richtig geschaltet und gewaltet hat Peter als Präsident der Sozialdirektoren, sein Einsatz für die Interessen der Kantone bei Verhandlungen mit dem Bund war enorm.

Solange wir uns noch ärgern über das, was um uns herum passiert, solange funktioniert unsere Demokratie. Solange setzten wir uns für unsere Anliegen zum Wohle von uns allen ein.

Ansprache im Rahmen der Bundesfeier 2017 in Kappel, am 31. Juli

Wir Frauen wollen und müssen gemeinsam Einfluss auf die Gestaltung unserer Welt nehmen und sollten uns nicht durch unsere unterschiedlichen religiösen und/oder politische Haltungen davon abbringen lassen, gemeinsam für Gleichberechtigung einzustehen und unsere Anliegen immer wieder einzubringen.

Vom Rand in die Mitte!, so lautete das Motto von Insieme Solothurn vor 10 Jahren und dieses Motto sagt treffend, für was sich die Mitglieder dieser privaten Selbsthilfeorganisation von Eltern- und Angehörigen gemeinsam (also insieme) einsetzen: dafür, dass Menschen mit einer geistigen Behinderung, wie alle Menschen, unter guten Bedingungen leben und sich entfalten können - gleichberechtigt, eigenständig und ohne Diskriminierung.

Das Bild der Schweiz ist einem stetigen Wandel unterworfen. Niemand hat das alleinige Definitionsrecht, was die Schweiz ist.
Wir müssen die Spannung zwischen den verschiedenen "Welten" und Kulturen in unserem Land aushalten können.

Seit einiger Zeit stellt sich die SP-Fraktion im Kantonsrat wiederholt die Frage, für wessen Wohl sich die Mehrheit des Kantonsrates einsetzt. Ich kann es vorweg nehmen, für die Mehrheit des Kantonsrates gilt, es wird jenen gegeben, die bereits genug haben, berappen müssen es nicht nur die wenig Verdienenden, sondern vor allem auch immer mehr der Mittelstand.

Das Jahr ist so schnell vorbeigegangen, dass ich Mühe habe überhaupt noch alles abzurufen, was ich in diesem Jahr erlebt habe. Es ist auf jeden Fall ein einmaliges und intensives Jahr, ein Jahr mit vielen Eindrücken gewesen, ich bin in allen Regionen des Kantons, bei vielen Verbänden und Organisationen, an kulturellen und sportlichen Veranstaltungen gewesen. Es ist anstrengend gewesen, neben meiner Anwaltstätigkeit, die sich nicht einfach reduzieren lässt, mehrmals pro Woche und am Wochenende Veranstaltungen zu besuchen. Aber ich habe es sehr genossen und ich möchte keinen der Eindrücke missen, die ich aus diesem Jahr mitnehmen kann.

1.-Mai-Ansprache in Balsthal: Einkommen und Vermögen sind in unserem Land äusserst ungerecht verteilt. Die Verschiebungen gehen zu Lasten jener, die sowieso wenig verdienen und immer mehr auf Kosten des sogenannten Mittelstandes, während Gewinne fast steuerfrei von den Gutverdienenden abgeschöpft werden.

Die Kantonsverfassung beinhaltet die von den Bürgerinnen und Bürgern abgesegneten Grundregeln von unserem demokratischen System. Vor 25 Jahren, am 1.1.1988 ist die letzte Totalrevision von unserer kantonalen Verfassung in Kraft getreten. Ein paar wenige da im Saal sind dabei gewesen bei diesem spannenden Prozess. Wer aus diesem Anlass wieder einmal einen Blick in unsere Verfassung wirft, der stellt fest, die Verfassung ist immer noch modern, verschiedene Verfassungsänderungen haben in der Zwischenzeit zu einer Fortentwicklung geführt, so auch im Zusammenhang mit der Einführung von WoV, wo der Kanton Solothurn Neues noch nicht Erprobtes gewagt hat.