Zeitungskolumnen

Musik verbindet – und zwar über Generationen hinweg. Wohl am besten sah man das dieses Frühjahr im April, als am Generationenkonzert der Basler Tafelrunde nicht nur der Veteranenbund mit der jungen Tafelrunde, sondern auch mit dem Weiler Kinderchor und einer Schülerband des Gymnasiums Laufen-Thierstein zusammen sangen.

Ich setze mich in der Regierung immer für die sozial Schwächeren ein. Auch wenn Politik und Regieren die Kunst des Kompromisses ist, steht für mich Solidarität über allem. Ich bin der festen Überzeugung, dass der Staat mit Regulierungen dafür sorge muss, dass alle zum Zug kommen und am Wohlstand der Schweiz teilhaben können. Meine Politik steht im Dienst von allen und nicht von denjenigen, die bereits alles Geld der Welt haben. Alle sollen zu ihren Rechten kommen, alle Stimmen sollen gehört werden. 

Auch wenn es eigentlich kein Geburtstag ist: Für die 100. Ausgabe vom KOLT beglückwünsche ich die Redaktion herzlich – und wünsche mir, dass die Leserinnen und Leser durch fleissiges Abonnieren, Kaufen und Kommentieren dafür sorgen, dass auch nach «1918.ch» die Kulturstadt Olten und ihre Umgebung in aller Munde bleibt.

Verfügbarkeit, Beschleunigung und Qualität: In diesen Bereichen werden hohe Ansprüche an unsere Verwaltung gestellt. Und dies nicht nur von der Bevölkerung und der Wirtschaft, sondern auch innerhalb der Verwaltung.

Der erste und wichtigste Auftrag eines Spitals ist, Kranke und Verunfallte zu behandeln. Menschlich, kompetent und rasch, unabhängig von sozialem Status oder Einkommen. Das ist eine wichtige Errungenschaft, welche das Schweizer Gesundheitswesen mit Bravour leistet.

Angesichts der demografischen Entwicklung wird die Spitex einer der wichtigsten Dienstleister im Gesundheitswesen der Schweiz werden. Die Spitex ermöglicht Menschen, die professionelle Betreuung und Pflege brauchen, weiterhin zu Hause im vertrauten Umfeld zu leben. Dies entspricht dem Wunsch nach Selbstbestimmung und fördert den Erhalt vorhandener Ressourcen.

Vorher hatte ich drei Jobs - als selbstständige Anwältin, Politikerin und in Vereinsvorständen. Jetzt habe ich einen Beruf, auf den ich mich voll konzentriere. Die Arbeitsweise ist in den Grundzügen gleich: Es gibt ein Problem, man sitzt zusammen und sucht nach Lösungen.

In meiner bisherigen Tätigkeit als Anwältin habe ich die Klienten mit ihren Einzelschicksalen erlebt. Jetzt geht es um die grösseren Problemlagen, aber die Menschen sind immer noch im Zentrum.

Vor der Türe der Einwohnerkontrolle der Stadt Olten ist nicht immer klar, wer zuerst da war. Der Stadtrat schlägt eine technische Lösung für dieses menschliche Problem vor.  

Letzte Kolumne für KOLT, 30. Juni 2017

INVA mobil leistet einen wichtigen Beitrag, um Mobilität zu gewährleisten. Die Leistungsaufträge mit den Gemeinden, aber auch Spenden und Mitgliederbeiträge sind die Grundlage dafür, dass auch Menschen mit knappen finanziellen Möglichkeiten mobil bleiben können.

In den 70er-Jahren gab es, zumindest in meiner Erinnerung, noch richtige Winter mit riesigen Schneehütten vor den Häusern und endlosen Schlitteltagen am Fusse des Engelbergs. Aber das höchste der Wintergefühle war das Skifahren im Gsahl, wo der berüchtigte „Händschefrässer“-Skilift sein Unwesen trieb.

Kolumne für KOLT, Februar 2017

Die grüne Wiese ist ein Symbol für mehr Leben und Gestaltungsfreiraum im Siedlungsgebiet. Fachleute runzeln aber sogleich die Stirn und sagen uns, wenn wir uns mehr Freiraum in der Stadt wünschen: Wir sind hier nicht auf der grünen Wiese.

Kolumne für KOLT, Oktober 2016

Vom Zielemp herkommend, das schmale Gässchen der Stadtmauer entlang Richtung Ildefonsplatz fiel es uns plötzlich wie Schuppen von den Augen: die schönste Ecke von Olten!

Kolumne für KOLT, Mai 2016

Das Bundesgericht hat vor einigen Monaten entschieden, dass die Kündigung eines 59jährigen Kadermitarbeiters, der 35 Jahre für den gleichen Arbeitgeber gearbeitet hat, missbräuchlich sei. Als Arbeitgeber habe man für ältere, langjährige Mitarbeitende eine erhöhte Fürsorgepflicht.

Das Oltner Tagblatt, die Aargauer Zeitung, die Solothurner Zeitung sind heute alle in einer Hand und unterscheiden sich kaum noch. Für die regionale Berichterstattung ist nur noch eine Redaktion zuständig.

Die Abstimmung über den neuen kantonalen Finanz und Lastenausgleich (NFA) ist auf November 2014 angesetzt. Der NFA wird im ganzen Kanton als vernünftige Lösung empfunden, auch wenn das in Olten viele nicht wahrhaben wollen. Ausser Olten kämpfen nur ein paar kleine Gemeinden lautstark dagegen. Doch diese haben aber ganz andere Ziele.

Im blitzblank neu renovierten Stadthaus rätselt der Stadtrat, warum in der Kleinstadt alles still steht...

Der Zusammenschluss Pro Kultur Olten gibt sich kämpferisch. Aber um was geht es eigentlich? Geht es tatsächlich um die Stärkung der Kultur in Olten oder lediglich um den Erhalt des Kunstmuseums?

Der Kanton Solothurn hat sich an der OLMA in St. Gallen von der besten Seite gezeigt. Das war eine schöne Erfahrung in meinem Jahr als  Kantonsratspräsidentin, einen Kanton zu repräsentieren, der ein gesundes Selbstbewusstsein an den Tag legt und stolz auf sein „Land“ und seine Leute ist. 

Tötungsdelikte und Tötungsversuche sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Betroffen sind am häufigsten Frauen und Kinder. Solche Ereignisse sind erschreckend, bedrückend und man nimmt sie mit Hilflosigkeit zur Kenntnis. Sie sind aber nur die Spitze des Eisberges. 

Einzugestehen, dass die heile Schweiz, dünn besiedelt von Schweizerinnen und Schweizern bloss eine Sehnsucht bleibt, ist wohl nicht so einfach. Ganz zu schweigen von den Interessenkonflikten zwischen Gewerbe und Landwirtschaft, die ja die Harmonie innerhalb der "Bauern- und Gewerbepartei" empfindlich stören könnten.

Die Rolle der Gemeinden in unserem Kanton gibt viel zu reden. Die Gemeinden klagen darüber, dass der Kanton immer mehr nach dem Prinzip „den Letzten beissen die Hunde“  vorgehe. Immer mehr Lasten, immer mehr Verpflichtungen und immer weniger Autonomie, so die Einschätzung der Gemeindevertreterinnen und -vertreter.

Der Kanton Solothurn und die Stadt Solothurn haben zusammen ein Hotel gekauft, nicht zuletzt, um die Stadt-Solothurner Seminarmeile zu stärken. Aber was ist mit der Oltner Kinomeile? Ist auch da Hilfe von der Regierung zu erwarten?

Wenn es aber um frostiges Klima in der Politik geht, dann ist Rückzug in die Kuschelecke eindeutig die falsche Strategie. Wann endlich hat die Solothurner Regierung den Mut, sich in Sachen Endlager für radioaktive Abfälle für die eigene Bevölkerung einzusetzen?

In den letzten Jahren hat sich unsere Politik fleissig darum bemüht, die Reichen zu entlasten, auf Kosten des Mittelstandes und der kleinen Einkommen. Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich immer weiter. Da gibt es wenig Grund, auf den Titel „Reichstes Land der Welt“ stolz zu sein.

Wer als Unternehmer Würde und Anstand mit Füssen tritt und seine soziale Verantwortung nicht wahrnimmt, spielt mit dem Feuer. Und wer glaubt, dass SP und Gewerkschaften das Kämpfen verlernt haben, der täuscht sich.  

Wie viel Geld bleibt, wenn Sie die Steuern, die Krankenkasse, die Miet- und die Nebenkosten und den Strom von ihrem Einkommen abziehen?

Was bedeutet es eigentlich, wenn die Kinder Pop und Schlager zu Weihnachten in der Kirche singen? Dass die Schule cool ist? Oder sich allenfalls krampfhaft um Coolness bemüht? Dass der Organist endlich erfährt, dass DJ Ötzi bessere Musik als Händel macht? 

Opfer von kriminellen Handlungen wünschen sich in erster Linie Gerechtigkeit. Dies beinhaltet die Gewissheit, dass die Strafverfolgung alles unternimmt, um die Tat aufzuklären und die Schuldigen der Strafe zuzuführen. Ein Strafverfahren, das Jahre dauert, belastet vor allem auch die Opfer. 

Auch wenn es uns Oltner ärgert, wenn die Leute von Aarau und Solothurn schwärmen, vielleicht wären wir ja gut beraten, dort zu schauen, was wir an positiven Ideen für eine lebendige Stadt gebrauchen könnten.

Im Zuge der aktuellen Steuergesetzreform schlägt der Regierungsrat nun Verbesserungen vor. Aber Verbesserungen für wen? Ganz klar, für die Vermögenden und Wohlhabenden, die bereits bei der letzten Steuergesetzrevision entlastet worden waren. Vollends in die Steuerhölle gestossen werden sollen hingegen Alleinerziehende.

Der Kanton bestimme eigentlich das meiste, so tönt es aus dem Oltner Stadthaus. Die alte mutlose Haltung. Ich wünsche mir eine Stadt, die selbstbewusster auftritt und sich nicht immer gleich hinter Sachzwängen versteckt. 

Verlässliche Familienpolitik heisst, Bedingungen schaffen, welche gerade in wirtschaftlich schlechten Zeiten wirksame Entlastung bringen.

Vielleicht nicht gerade lebensgefährlich, aber doch eher peinlich muten die akrobatischen Leistungen gewisser Politikerinnen und Politiker im Wahlkampfzirkus an. So manche und so mancher verwickelt sich in Widersprüche und muss dann, wenn es im politischen Alltag konkret wird, zum beherzten Sprung ansetzen.

Was bringt Politikerinnen und Politikern mehr Sympathien: Auf Facebook 876 Freunde wissen lassen, dass wir mit dem Studieren von 10 Kilogramm Kantonsratsakten beschäftigt sind oder einen halben Tag lang in der Oltner Altstadt an einem Marktstand frieren?  

Harte Strafen sollen unmissverständlich klar machen, was wir als Gesellschaft nicht tolerieren können. Gleichzeitig müssen wir aber akzeptieren, dass auch die härtesten Strafen manche Probleme nicht aus der Welt schaffen können. 

Klammheimlich und völlig unbeachtet von der Presse ist am Mittwoch im Kantonsrat der Antrag der Fraktion SP und Grüne auf Erhöhung der Kinderzulagen um Fr. 50.— auf Fr. 250.— von der Mehrheit der Ratsmitglieder abgelehnt worden. 

Wir kommen in den Viertelfinal! Das haben wir gut gemacht! Der Trainer hat die Spieler gut vorbereitet, optimal auf den Gegner eingestellt und die richtigen eingesetzt oder…

Ob man Prostitution kriminalisiert oder nur moralisch verurteilt, den Opfern nützt es kaum etwas. Was sie brauchen, ist Unterstützung, wenn sie aussteigen wollen, und sie müssen über ihre Rechte informiert sein.

Die Solothurner Regierung hat schon vor Weihnachten ein stattliches Geschenk verpackt: eine halbe Million aus dem Lotteriefonds für das Sechseläuten 2008 in Zürich.

Ungeachtet der Ratschläge der Fachkommission beharren Kantonsräte auf den Bewerberinnen und Bewerber, die der eigenen Fraktion nahe stehen. Ist das fachliche Auswahlverfahren und der Vorschlag der Kommission bloss unnötiger Aufwand?

Die gleichen bürgerlichen Parteien, die sich der Sozialwerke loben, schaffen sie hinterrücks mit falschen Versprechungen ab. Mit einfachen Lösungsansätzen werden auf unsoziale Weise Leistungen für einen Teil der Betroffenen abgebaut. 

Irgendwann verliert das Doping Wahlkampf-Fieber seine Wirkung bei unseren Polit-Spitzensportlern, sind sie doch auch nicht mehr die Jüngsten. Die wenig ausgewogene Ernährung bestehend aus Weisswein und Apérohäppchen tut das ihre und so sinkt das Leistungspotential bis zum Wahltag bedrohlich. 

Der Kanton Solothurn soll nicht nur steuermässig den gesamtschweizerischen Durchschnitt anstreben, sondern endlich auch im Bereich der Prämienverbilligung, wo der schweizerische Durchschnitt punkto Leistungen in weiter Ferne liegt. 

Dass die Zürcher, Berner, Basler und der Rest der Schweiz noch nicht gemerkt haben, dass Olten viel Wohn- und Lebensqualität bietet, ist eigentlich nicht so schlimm. Sollen die Zürcher die Liegenschaftspreise im Aargau in die Höhe treiben. Wir kennen unsere Vorzüge und Schwächen.